Bald Patientenakten bei Google und Microsoft?
Geschrieben am 31. Jan, 2010 von admin in Sicherheit & Hilfe
Am 4. Europäischen Datenschutztag der in Berlin abgehalten wurde, waren sich die Experten am Donnerstag-Abend (28. Januar 2010) einig. Die Vorstösse von Microsoft und Google in die nationale Gesundheitswirtschaft entspricht nicht den Sicherheitsanforderungen .
Die Angebote, die von Google, bzw. Microsoft veröffentlicht wurden, entsprechen nicht den Kriterien die Ärzte und Datenschützer stellen. Dies wurde von Franz-Joseph Bartmann, Vorsitzender des Ausschusses für Telematik der Bundesärztekammer,
Kürzlich startete Microsoft mit “HealthVault” einen “Safe” für Kranken- und Patientenakten. Dieser “ist noch nicht sicher genug” wurde von Stefan Etgeton vom Bundesverband der Verbraucherzentralen mitgeteilt. Es sei eine Sicherheitsarchitektur für die höchsten Ansprüche nötig.
Jörg Caumanns vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik empfindet es “fatal”, dass die “risikoarme elektronische Gesundheitskarte” unnötig von der Politik ausgebremst wird. So ist es möglich, dass die Entwicklung von “HealthVault” oder anderen Angeboten überholt werden.
Auch Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), ist dagegen, dass man Google und Microsoft in die Infrastruktur rund um die Gesundheitskarte einbezieht.
Weichert empfindet die Datenschutzbestimmungen von Google “katastrophal”.
Obwohl bei Google noch kein richtiger Datenschutzskandal bekannt geworden ist, kann man einem privaten Anbieter bei einem solchen Dienst Vertrauen entgegen bringen.
Im Gegensatz zur Gesundheitskarte, bei der die Spezifikationen offenlägen, seien diese nämlich “nicht ansatzweise transparent”.
